Autismus Cottbus

Welt-Autismus-Tag 2026: „Nicht unsichtbar“ – Für mehr Sichtbarkeit und Teilhabe

Am 2. April wird weltweit der Welt-Autismus-Tag begangen. Unter dem Motto „Not Invisible“ („Nicht unsichtbar“) steht die Forderung im Mittelpunkt, Menschen im Autismus-Spektrum und ihre Bedürfnisse stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.

Autismus ist eine neurologische Besonderheit, die Wahrnehmung, Kommunikation und soziale Interaktion individuell beeinflusst. Viele Menschen sind im Alltag mit Herausforderungen konfrontiert, die für Außenstehende oft nicht sichtbar sind. Häufig passen sie ihr Verhalten an, um nicht aufzufallen – ein Prozess, der als „Maskierung“ bezeichnet wird und mit hoher psychischer Belastung einhergehen kann.

Das Motto „Nicht unsichtbar“ macht darauf aufmerksam, dass diese unsichtbaren Anstrengungen ebenso wie die Vielfalt im Autismus-Spektrum stärker wahrgenommen werden müssen. Es richtet den Blick auch auf Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf, die in der öffentlichen Wahrnehmung häufig unterrepräsentiert sind.

Mit einer geschätzten Prävalenz von etwa einem Prozent betrifft Autismus rund 800.000 Menschen in Deutschland. Der Welt-Autismus-Tag ist daher ein wichtiger Anlass, um auf die Notwendigkeit von mehr Verständnis, Akzeptanz und barrierefreier Teilhabe hinzuweisen.

Mit unseren Angeboten der autismusspezifischen Fachberatung und Förderung leisten wir hierzu einen wichtigen Beitrag: Wir beraten, fördern und unterstützen Menschen im Autismus-Spektrum, deren Familien und Bezugspersonen und setzen uns aktiv für deren Belange ein. Wir sind im Austausch mit Einrichtungen und Institutionen, bieten Fortbildungen an und unterstützen die Begegnung und den Austausch im Rahmen von Selbsthilfegruppen. Durch unsere Arbeit ermöglichen wir nicht nur individuelle Unterstützung, sondern leisten auch ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag für mehr Teilhabe und Inklusion.

Wir fordern eine offene Gesellschaft, empathische Begegnungen und flexible Strukturen in Bildung, Arbeit und Alltag. Ziel ist es, autistischen Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen – ohne sich verstellen zu müssen.

Der Appell des Aktionstages ist klar: Die Bedürfnisse von Menschen im Autismus-Spektrum dürfen nicht nur an einem Tag im Jahr sichtbar sein, sondern müssen dauerhaft berücksichtigt werden. Nur durch gemeinsames Engagement kann eine inklusive Gesellschaft entstehen, in der Vielfalt selbstverständlich ist.

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